Temporäre Eishockeyarena LHC
Während des Neubaus der Vaudoise Aréna benötigte der Lausanne Hockey Club eine vollwertige Ersatzspielstätte für Trainings und Meisterschaftsspiele. NÜSSLI entwickelte und realisierte als Generalunternehmer eine temporäre Eishockeyarena mit kompletter Halleninfrastruktur, Tribünen sowie allen technischen Einrichtungen für den professionellen Spielbetrieb. Von der Planung über die Baueingabe und Ausführung bis zur Wartung und dem späteren Rückbau verantwortete NÜSSLI sämtliche Projektphasen. So entstand innerhalb weniger Monate eine moderne Interimslösung, die den Spielbetrieb des Lausanne Hockey Club ohne Unterbruch sicherstellte.
Vollwertige Arena während des Stadionneubaus
Der Neubau der Vaudoise Aréna am bisherigen Standort machte eine Ausweichlösung notwendig. Gleichzeitig sollte der Lausanne Hockey Club seine Heimspiele und Trainingseinheiten weiterhin unter professionellen Bedingungen austragen können. NÜSSLI entwickelte dafür eine temporäre Eishockeyarena mit einer Hallengrösse von 96 × 66 × 17 Metern. Die Anlage bot Platz für insgesamt 6’700 Zuschauerinnen und Zuschauer, darunter rund 2’000 Stehplätze. Das Eisfeld entsprach den Anforderungen des professionellen Eishockeysports und erfüllte sämtliche Vorgaben für nationale Wettbewerbe. Die Arena zeigte, dass auch temporäre Sportstätten höchsten Ansprüchen an Funktionalität, Sicherheit und Zuschauerkomfort gerecht werden können.
Verantwortung über den gesamten Projektzyklus
NÜSSLI übernahm als Generalunternehmer die Gesamtverantwortung für das Projekt. Dazu gehörten die Planung, die Baueingabe, die Koordination sämtlicher Gewerke, die Bauausführung, die Wartung während der Betriebszeit sowie der vollständige Rückbau nach Abschluss der Nutzung. Unterstützt wurde das Projekt durch BG Ingénieurs Conseils SA, welche die Ingenieurleistungen in Planung und Ausführung begleiteten. Die zentrale Projektsteuerung ermöglichte eine effiziente Umsetzung und sorgte dafür, dass alle technischen und organisatorischen Anforderungen optimal aufeinander abgestimmt wurden.
Komplexe Gebäudetechnik für Spitzensport
Die grösste Herausforderung des Projekts lag nicht im Hallenbau selbst, sondern in der technischen Infrastruktur einer modernen Eishockeyarena. Die Anforderungen an die Eisproduktion unterscheiden sich bei einer temporären Anlage kaum von denen eines permanenten Stadions. Bereits während der warmen Sommermonate musste eine leistungsfähige Entfeuchtungsanlage dafür sorgen, dass trotz hoher Aussentemperaturen und Luftfeuchtigkeit ein trockenes Hallenklima herrschte. Nur so konnte Nebelbildung über der Eisfläche verhindert und ein professioneller Spielbetrieb gewährleistet werden. Auch die Beleuchtung entsprach den Anforderungen für Fernsehübertragungen und schuf optimale Bedingungen für Spiele, Zuschauer und Medien. Das Eisfeld wurde nach den Vorgaben des professionellen Eishockeysports ausgeführt.
Infrastruktur für Teams und Fans
Neben der eigentlichen Halle entstand eine umfassende Infrastruktur für Mannschaften, Besucherinnen und Besucher sowie den Veranstaltungsbetrieb. Die Tribünen boten Platz für 6’700 Fans und wurden durch grosszügige Gastronomiebereiche ergänzt. Ein Container-Village mit insgesamt 135 vorgefertigten Containern beherbergte Garderoben, Sanitäranlagen, Technikräume, Administration sowie Kassenbereiche. Für die Tragstruktur kamen rund 500 Tonnen Stahl sowie etwa 350 Tonnen Tribünenmaterial zum Einsatz. Insgesamt wurden rund 140 Lastwagenladungen Material zur Baustelle transportiert und dort durch ein Montageteam mit bis zu 60 Fachkräften montiert.
Effiziente Systembauweise
Die Arena entstand vollständig in modularer Systembauweise. Dieses Bauprinzip ermöglichte kurze Bauzeiten, hohe Qualität und einen späteren vollständigen Rückbau der Anlage. Nach Abschluss der Nutzung konnten die eingesetzten Systembauteile demontiert und für weitere Projekte wiederverwendet werden. Damit verbindet die modulare Bauweise wirtschaftliche Effizienz mit einem ressourcenschonenden Umgang mit Baumaterialien. Gerade bei temporären Sportstätten zeigt sich der Vorteil dieser Bauweise: Hochwertige Infrastruktur entsteht genau dort, wo sie benötigt wird und kann anschliessend an anderer Stelle erneut eingesetzt werden.