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Oktober 2026 News : Der Kennedyplatz wurde für zehn Tage zum Stadion

Vom 28. August bis zum 6. September spielten 48 Nationen auf dem Essener Kennedyplatz um den Socca-Weltmeistertitel. NÜSSLI realisierte die Arena für rund 2300 Zuschauende in gut anderthalb Wochen – mitten in der Fussgängerzone.

Sechs gegen sechs, verkleinertes Feld und kurze Halbzeiten: Socca ist kompakter Fussball mit hohem Tempo. Beim natural elements SOCCA World Cup 2026 traten 48 Nationen zehn Tage lang in drei Spielblöcken pro Tag gegeneinander an. Austragungsort war der Kennedyplatz, mitten in der Essener Innenstadt und umgeben von Geschäften, Gastronomie und Publikumsverkehr.

Eine Arena zwischen Ladenzeilen

Bei einem innerstädtischen Projekt beginnt die Planung mit den Gegebenheiten vor Ort. Ein Platz in der Fussgängerzone stellt besondere logistische Anforderungen: Die Zufahrt ist eingeschränkt, Flächen für den Materialumschlag sind begrenzt und der Publikumsverkehr läuft während des Aufbaus weiter. Rund 20 LKW-Ladungen wurden durch die City transportiert. Rund 350 Tonnen Material kamen zum Einsatz. Vom ersten Bauteil bis zur fertigen Arena vergingen gut anderthalb Wochen.

Entstanden sind Tribünen für rund 2300 Zuschauende mit barrierefreien und VIP-Plätzen. Ergänzt wurde die Arena durch den Front of House für Ton und Licht, Lichttürme, Podestwege und die Unterkonstruktion für das Spielfeld.

Eine Arena auf dem Stadtplatz

Ein Stadtplatz ist kein Sportplatz. Der Untergrund des Kennedyplatzes weist Gefälle und Unebenheiten auf und ist nicht für die Anforderungen eines Spielfelds ausgelegt. Damit der Kunstrasen eben verlegt werden konnte und ein gleichmässiges Ballverhalten gewährleistet war, musste zunächst die Unterkonstruktion erstellt werden. Sie bildete die Grundlage für einen ebenen und belastbaren Spielfeldaufbau – und damit für konstante Spielbedingungen über das gesamte Turnier.

 Darauf aufbauend galt es, Spielfeld, Tribünen, Erschliessungswege und technische Infrastruktur auf der begrenzten Fläche zu einer funktionierenden Arena zusammenzuführen. Sichtlinien, Besucherströme, barrierefreie Zugänge und Sicherheitsanforderungen mussten ebenso berücksichtigt werden wie die innerstädtische Logistik. Die Tribünen wurden entsprechend der Geometrie des Kleinfeldfussballs und dem Konzept des Turniers am Spielfeld angeordnet. Die Herausforderung lag darin, die unterschiedlichen Anforderungen auf engem Raum in einer temporären Infrastruktur zu verbinden.

Zehn Tage, 48 Nationen

Essen war bereits 2023 Gastgeber der Kleinfeldfussball-WM und holte das Turnier 2026 erneut in die Stadt. Mit 48 Nationen war es die grösste Ausgabe seit der Premiere 2018. Im Finale setzte sich Deutschland mit 3:1 gegen Brasilien durch und wurde zum zweiten Mal nach 2018 Weltmeister. Veranstaltet wurde das Turnier von der International Socca Federation gemeinsam mit dem Deutschen Kleinfeld-Fussball-Verband, natural elements und der EMG – Essen Marketing GmbH. Auch nach dem Finale blieb die Arena stehen: Am 9. September fand darin der Sepp-Herberger-Tag statt, ein Fussballfest für Grundschulkinder. Vom 11. bis 13. September folgten die DFB-Inklusionstage mit Turnieren und Angeboten für Menschen mit und ohne Behinderung

Was bleibt

Der Rückbau nahm ungefähr halb so viel Zeit in Anspruch wie der Aufbau. Anschliessend wurde der Kennedyplatz wieder für seine Nutzung freigegeben. Rund 350 Tonnen Material wurden demontiert und aus der Innenstadt abtransportiert. Das eingesetzte Systemmaterial wird für weitere Projekte wiederverwendet und kommt über viele Jahre bei zahlreichen Einsätzen zum Einsatz. Die Arena war temporär – das Material bleibt im Kreislauf, die Erinnerungen an zehn Tage Fussball wirken weiter.

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