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documenta 14, Parthenon of Books, Kassel

Standort
Kassel, Deutschland
Jahr
2017
Produkte
Eventstrukturen
Bild: NÜSSLI errichtet eine riesige Gerüstkonstruktion als Basisbau für «The Parthenon of Books».
Bild: NÜSSLI errichtet eine riesige Gerüstkonstruktion als Basisbau für «The Parthenon of Books».

Für die documenta 14 in Kassel realisierte NÜSSLI eine begehbare Gerüstkonstruktion. Die Struktur bildete die Basis für die Verkleidung mit bis zu 100’000 Büchern und wurde während der 100-tägigen documenta 14 zu einem weithin sichtbaren Symbol für Freiheit, Wissen und den Schutz kultureller Inhalte. NÜSSLI übernahm die Planung und bauliche Realisation der temporären Konstruktion und schuf damit den technischen Rahmen für eines der meistbeachteten Kunstprojekte der documenta-Geschichte.

Technische Umsetzung einer künstlerischen Vision

Die documenta zählt zu den bedeutendsten Ausstellungen für zeitgenössische Kunst weltweit. Für die 14. Ausgabe wurde mit «The Parthenon of Books» ein Kunstwerk geschaffen, das historische Architektur, gesellschaftliche Themen und moderne Ausstellungskultur miteinander verband. Die Installation orientierte sich am Parthenon auf der Athener Akropolis, einem der bekanntesten Bauwerke der Antike. Als Vorlage diente das 1983 von Marta Minujín in Buenos Aires realisierte «Partenón de Libros». Die Kasseler Version übertrug diese Idee auf eine neue Dimension und machte die Konstruktion selbst zu einem begehbaren Teil des Kunstwerks. Für NÜSSLI bestand die Aufgabe darin, eine sichere, stabile und präzise ausgeführte Struktur zu realisieren, die gleichzeitig den gestalterischen Anforderungen der Künstlerin und der documenta gerecht wurde.

Bild: NÜSSLI errichtet eine riesige Gerüstkonstruktion als Basisbau für «The Parthenon of Books».
Bild: NÜSSLI errichtet eine riesige Gerüstkonstruktion als Basisbau für «The Parthenon of Books».
Bild: NÜSSLI errichtet eine riesige Gerüstkonstruktion als Basisbau für «The Parthenon of Books».
Bild: NÜSSLI errichtet eine riesige Gerüstkonstruktion als Basisbau für «The Parthenon of Books».

Eine Konstruktion für 100’000 Bücher

Die Basis des Kunstwerks bildete eine gross dimensionierte Gerüstkonstruktion mit den Abmessungen des antiken Vorbilds. Der Baukörper umfasste rund 29,5 Meter in der Breite und 65,5 Meter in der Länge und wurde vollständig begehbar ausgeführt. NÜSSLI setzte dafür rund 300 Tonnen Material aus Stahl und Holz ein. Die Konstruktion musste nicht nur das Eigengewicht und die Nutzung durch Besucherinnen und Besucher aufnehmen, sondern auch die spätere Befestigung der Bücher berücksichtigen. Die Bücher wurden in Folie eingeschweisst und durch Auftraggeberseite mittels Drahtmatten an der Konstruktion befestigt. Dadurch entstand Schritt für Schritt die charakteristische Fassade des «Parthenon of Books».

Von der Stahlstruktur zur Besucherplattform

Die Realisierung erfolgte in zwei wesentlichen Bauphasen. Zunächst errichtete NÜSSLI den Grundkörper der Gerüstkonstruktion. Diese erste Phase umfasste den zentralen Baukörper, der anschliessend für die Montage der Bücher vorbereitet wurde. In einer zweiten Phase ergänzte das Team die Treppenanlagen und Zugangselemente. Zwei längsseitige sowie eine stirnseitige Treppenanlage ermöglichten den Zugang zum Bauwerk. Zusätzlich wurde eine rollstuhlgerechte Rampe integriert, damit die Installation möglichst vielen Besucherinnen und Besuchern offenstand. Durch diese Kombination aus Konstruktion, Erschliessung und sicherer Nutzung entstand nicht nur eine imposante Skulptur, sondern ein begehbarer Veranstaltungs- und Begegnungsraum.

Bild: NÜSSLI errichtet eine riesige Gerüstkonstruktion als Basisbau für «The Parthenon of Books».
Bild: NÜSSLI errichtet eine riesige Gerüstkonstruktion als Basisbau für «The Parthenon of Books».

Ein Symbol aus Stahl, Holz und Büchern

Während der documenta 14 wurde «The Parthenon of Books» zu einem zentralen Treffpunkt in Kassel. Die Installation verband eine historische Architekturform mit einem aktuellen gesellschaftlichen Thema: den Zugang zu Wissen und die Bedeutung von Meinungsfreiheit. NÜSSLI schuf mit der Gerüstkonstruktion die technische Grundlage dafür, dass diese künstlerische Vision umgesetzt und von Besucherinnen und Besuchern erlebt werden konnte. Das Projekt zeigt, welche Möglichkeiten temporäre Eventstrukturen bieten: Sie schaffen Räume für Kunst, Kultur und gesellschaftliche Begegnung.

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