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DFB Pokal, Berlin

Standort
Berlin, Deutschland
Jahr
2011 – 2026
Produkte
Tribünen, Stadien und Arenen

Jedes Jahr wird vom Deutschen Fussball-Bund (DFB) der Pokalwettbewerb veranstaltet. Um den sogenannten DFB-Pokal wird schon seit 1935 gespielt und er ist nach der Deutschen Meisterschaft der zweitwichtigste Titel im nationalen Vereinsfussball. 36 Vereine aus der ersten und zweiten Bundesliga sowie 28 Mannschaften aus den unteren Ligen qualifizieren sich für die erste Hauptrunde. Das Endspiel des DFB-Pokals wird seit 1985 im Berliner Olympiastadion ausgetragen.

Temporäre Stadionerweiterung im Olympiastadion Berlin

Für das Finale des DFB-Pokals wurde die bestehende Öffnung am Marathontor auf der Westseite des Olympiastadions Berlin temporär geschlossen, um die Zuschauerkapazität von 74'244 auf knapp 76'000 Plätze zu erhöhen. Das Marathontor dient normalerweise als Zugang der Athleten zur Sportfläche und ist ein markantes architektonisches Element des Stadions. Über dem Tor befindet sich die historische Schale, in der während der Olympischen Spiele 1936 das olympische Feuer brannte. Für das Fussballfinale nutzte NÜSSLI den Bereich zwischen Marathontor und Glockenturm, um dort ein vollständig geschlossenes Tribünensystem zu realisieren. Die temporäre Erweiterung fügte sich in die bestehende Stadionarchitektur ein und entsprach sämtlichen Sicherheitsanforderungen des Deutschen Fussball-Bundes.

Komplexe Anforderungen an Planung und Statik

Die grösste Herausforderung des Projekts lag in der statischen Planung der Tribünenanlage. Die Konstruktion musste so entwickelt werden, dass sie sich optimal in die bestehende Stadionstruktur einfügte und gleichzeitig die besonderen Anforderungen im Bereich der Öffnung erfüllte. Dabei war es entscheidend, den Lasteintrag möglichst gering zu halten. Dies wurde erreicht, indem die Lasten gezielt auf die bestehende Stadionkonstruktion abgeleitet wurden. Für die Umsetzung kam das eigens von NÜSSLI entwickelte ST-Klapptribünensystem zum Einsatz, das eine flexible Anpassung an die vorhandenen Gegebenheiten ermöglichte. Die Tribüne oberhalb des Marathontors wurde zusätzlich einer gesonderten statischen Prüfung unterzogen und nach strengen Sicherheitsvorschriften nachgewiesen.

Aufbau unter hohem Zeitdruck

Neben der Tribünenkonstruktion war NÜSSLI auch für die Verbindung eines bestehenden Fluchttreppengeländers mit der temporären Struktur verantwortlich. Die Integration der neuen Tribüne in den Bestand erforderte eine präzise Abstimmung aller Arbeiten sowie die Berücksichtigung zahlreicher sicherheitsrelevanter Anforderungen. Zwei Projektleiter koordinierten die Umsetzung vor Ort und steuerten insgesamt 30 Monteure während der Aufbauphase. Innerhalb von drei Tagen entstand eine vollständig geschlossene Tribünenanlage, die pünktlich zum DFB-Pokalfinale zur Verfügung stand.

Luftaufnahme des Real Zaragoza Stadions mit NÜSSLI-Tribünen rund um den Fussballplatz
Luftaufnahme des Real Zaragoza Stadions mit NÜSSLI-Tribünen rund um den Fussballplatz

Erfahrung aus internationalen Stadionprojekten

Das Projekt im Olympiastadion Berlin zeigt die Kompetenz von NÜSSLI bei der Realisierung temporärer Stadion- und Tribünenlösungen unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen. Ob Kapazitätserweiterungen in bestehenden Stadien, temporäre Haupttribünen oder komplette Übergangsstadien, NÜSSLI entwickelt massgeschneiderte Lösungen für den professionellen Sport. Dabei stehen die Integration in bestehende Infrastrukturen, kurze Bauzeiten und höchste Sicherheitsstandards im Mittelpunkt. Die Erweiterung am Marathontor verdeutlicht, wie sich zusätzliche Zuschauerkapazitäten auch in komplexen Bestandssituationen effizient realisieren lassen. Die Erfahrungen aus zahlreichen internationalen Stadionprojekten fliessen dabei in jedes neue Vorhaben ein und ermöglichen flexible Lösungen für Vereine, Verbände und Veranstalter.

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