Swatch Hauptsitz, Biel 2019
Swatch Hauptsitz, Biel 2019
Swatch Hauptsitz, Biel 2019

Swatch Hauptsitz

Für den neuen Swatch Hauptsitz in Biel entwickelte NÜSSLI eine raffinierte Konstruktion, die zur Optimierung der Akustik im Innenraum beitrug und fertigte verschiedene individuelle Möbel an.

Weitere Projekt-Details

Nach fast fünf Jahren Bauzeit eröffnete Swatch seinen neuen Hauptsitz in Biel. Auf insgesamt 240 Meter Länge und 35 Meter Breite erstreckt sich die schimmernde, geschwungene Silhouette des neuen Swatch-Gebäudes. Die Architektursprache stammt aus der Feder des japanischen Stararchitekten Shigeru Ban. Aussen wie innen durchziehen verschiedene Leitmotive die Architektur mit geschwungenen Formen, Farben und Transparenz sowie dem ungewöhnlichen Einsatz klassischer Materialien und Bauelemente.

Im Inneren verteilen sich insgesamt 25’000 m² Geschossfläche auf fünf Ebenen. Dabei verringert sich die Fläche der Stockwerke schrittweise von Etage zu Etage. Galerien mit Glasbrüstungen ermöglichen einen Blick nach oben und unten.

Um die Akustik in dem grossen und sehr offen gestalteten Gebäude zu optimieren, bekam NÜSSLI Adunic den Auftrag, eine Lösung zu entwickeln. Dabei galt es, zunächst geeignete Materialien auf Grundlage akustischer Berechnungen zu ermitteln, um einen Prototypen bauen zu können. Mit diesen Werten realisierte das Team eine raffinierte unsichtbare Konstruktion zwischen den Ebenen und der Fassade. Die geschwungene Fassadenform führte dazu, dass jedes Konstruktionsteil einzeln und äusserst präzise herzustellen war. Moderne 3D-Technologie unterstützte bei der Planung und Herstellung, um die genaue Form und später bei der Montage die Positionierung der insgesamt rund 5200 Teile zu definieren.

NÜSSLI Adunic bekam zudem den Auftrag, verschiedene Bereiche baulich zu ergänzen. Die geometrisch komplexen Balkone im Aussenbereich vervollständigte das Team mit einem Glasgeländer und einer Fassadenverkleidung. Im Innenbereich wurde der Kundenwunsch realisiert, die räumliche Tiefe zu verstärken. Dies löste die NÜSSLI Mannschaft, indem an diversen Stellen Spiegel in versetzten Positionen angebracht wurden.

Die Anfertigung mehrerer dekorativer Kartonmöbel gehörte ebenso zum Auftrag. Das innovative Papertube-Möbelkonzept aus nachhaltigen Kartonröhren in Verbindung mit Birkensperrholz und dem edlen Mineralwerkstoff Hi-Macs war für unsere Konstrukteure und Schreiner eine willkommene Herausforderung. Die hohen Qualitätsansprüche und der exponierte Standort erforderten unsichtbare Verbindungen der drei vollkommen unterschiedlichen Materialien. Schliesslich konnte die Freiformfläche passgenau an das bestehende Glasgeländer angeglichen werden, sodass sich das nicht alltägliche Möbel mit seinen verschiedenen Oberflächen perfekt in die einzigartige Architektur integrierte.

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