Schweizer Pavillon, Expo 2010 Shanhgai
Die EXPO 2010 in Shanghai stellte alle zuvor initiierten Weltausstellungen in den Schatten: etwa 70 Millionen Besucher erlebten vom 1. Mai bis zum 31. Oktober die über 240 Teilnehmer auf einer Gesamtfläche von 5 Millionen Quadratmetern. Als Nation mit mehr als 1,5 Milliarden Menschen kennt China die Probleme des urbanen Zusammenlebens wie kaum ein zweites Land aus eigener Erfahrung. Mit genau diesen essentiellen Zukunftsfragen vor dem Hintergrund wachsender Mega-Städte setzte sich die Weltausstellung unter dem Titel „Better City, Better Life“ auseinander. Mehr Teilnehmer als je zuvor zeigten in aufwändig gestalteten Pavillons und Ausstellungen ihre Vision von einem besseren Leben in der Stadt.
Der Schweizer Pavillon steht zu seinen nationalen Wurzeln und thematisiert folgerichtig die Interaktion zwischen Stadt und Land. Die Schweiz vereint in sich wie kaum ein anderes Land hochmoderne Innovation mit traditionellen ländlichen Lebensräumen und Werten. Im Januar 2009 wurde NÜSSLI von Präsenz Schweiz mit dem Bau des Pavillons und der Ausstellung sowie mit der Werkplanung in China beauftragt. Die Aussenhaut des Pavillons spielt mit diesen Gegensätzen. Eine 17 Meter hohe hängende Fassade aus 10.000 interaktiven Zellen umhüllt das Gebäude. Das Innere zeigt das Schweizer Selbstverständnis und die Zukunftsvisionen der Alpennation – stilecht führt eine Sesselbahn die Besucher auf das begrünte Dach des Pavillons.
Für die Planung und Ausführung des anspruchsvollen Pavillonbaus benötigte NÜSSLI 15 Monate. Insgesamt waren etwa 200 – hauptsächlich lokale - Arbeiter mit dem Bau beschäftigt. Sie verbauten cirka 760 Tonnen Stahl, 3.800 Quadratmeter Metallnetz für die Fassade und rund 4.000 Pflanzenboxen aus Kunststoff für die Vertikalbegrünung im Zylinder B. Abgesehen vom Sessellift und der Netzfassade stammte das Material aus lokaler Produktion.









