Seebühne für AIDA, Bregenzer Festspiele
Seit der Uraufführung im Jahre 1871 hat sich das Werk um die unglückliche Liebesgeschichte zwischen der äthiopischen Prinzessin Aida – einst als Sklavin an den Nil verschleppt – und dem ägyptischen Feldherrn Radames zu einer der beliebtesten und meistgespieltesten Werke der Opernliteratur entwickelt. Sie war von Verdi von Beginn an als eine Oper der Superlative mit prunkvollen Chorszenen und mitreissenden Marschrythmen, lyrischen Naturschilderungen, prächtigen Arien und romantischen Duetten konzipiert.
Die Seebühne in Bregenz ist ein idealer Ort, um grosse Leidenschaft und tragische Konflikte perfekt in Szene zu setzten. NÜSSLI bekam im Sommer letzten Jahres den Auftrag die Bühne für diese besondere Inszenierung zu bauen. Nach der Planungszeit und Vormontage im Herbst, wurde im Dezember mit den ersten Aufbauarbeiten begonnen. Ab März wurden die 15 x 15 Meter grossen Füsse installiert, die eine Schuhgrösse von 2.400 hätten. Der Mensch, dem diese Füsse gehörten, wäre in etwa 100 Meter gross. Des Weiteren erstellten die NÜSSLI Monteure ein 17 x 12 Meter grosses, im Wasser stehendes Buch sowie eine 15 Meter hohe Fackel, die hydraulisch via Kippelhebel und Drehwellen bewegbar war. Zwei Zylinder à 8,5 Meter Länge und mit je einem Eigengewicht von 8 Tonnen lassen die Fackel während der Aufführung aus dem Wasser emporsteigen.
Die Herausforderung bei der Konstruktion und Produktion dieses extravaganten Bühnenbildes bestand darin, dass die Füsse so vorproduziert werden mussten, dass sie demontierbar und transportierbar waren. Etwa 20 LKW haben die Einzelteile im März in Richtung Bregenz befördert, wo das gesamte Bühnenbild bis Mai fertig gestellt werden konnte.
Schon 2009 konnte AIDA von Verdi auf der Bregenzer Seebühne einen Besucherrekord von 257.000 Gästen verzeichnen. Sie wird aber auch im Sommer 2010 wieder Tausende Zuschauer ins Staunen versetzten.








