Dezember 2010

FIFA Fussball Weltmeisterschaft 2018, Bewerbung Russland

Am 2. Dezember 2010 wurde Russland als Sieger aus dem Bewerbungsprozess für die Austragung der FIFA Fussball Weltmeisterschaft 2018 bekannt gegeben. Dem Kandidatur-Kommittee ist die Wichtigkeit der Overlay Planung bewusst, um Stadien auf die Bedürfnisse einer FIFA Weltmeisterschaftschaft aufzurüsten. NUSSLI hat im Auftrag des Kandidatur-Kommittees die Planung für die temporären Bauinfrastrukturen erstellt. Ausserdem plante NÜSSLI  auch das Main Press Centre (IBC und MPC), die Einrichtungen für die Medien in den Stadien und die Fanmeile in jeder Host City. Für insgesamt 16 Stadien in 13 Host Cities wurden Konzepte erarbeitet. Alle Host Cities befinden sich in einer Distanz von höchstens 2.000 Kilometer zu Moskau. Die beiden Stadien für die Halbfinalspiele und das Finalspiel – St. Petersburg und Luzhniki, Mokau – bestehen bereits, alle anderen Stadien werden eigens im Zuge dieses Anlasses gebaut. Die neuen Stadien weisen alle eine nachhaltig nutzbare Zuschauerkapazität auf. Für die Weltmeisterschaft werden die Stadien auf die geforderten Kapazitäten erweitert. Weiter werden auch Nutzflächen auf den zukünftigen Bedarf ausgelegt und fehlende Flächen durch temporäre Infrastrukturen bereitgestellt. Dieses Konzept soll eine ökonomische und ökologisch nachhaltige Nutzung ermöglichen. 

Die Konzepte für die Overlay Einrichtungen basieren auf unseren Erfahrungen aus früheren FIFA Weltmeisterschaften. NÜSSLI definierte hier bereits in der Bewerbungsphase acht Jahre vor dem Event Grösse und Lage der Overlay Einrichtungen. Im Hinblick auf zukünftige Entwicklungen ist die Planung jedoch offen, um zeitgemässe Technologien zu einem späteren Zeitpunkt zu integrieren. Somit kann sichergestellt werden, dass die aktuellen Vorgaben der FIFA zum Zeitpunkt des Events erfüllt werden. Mit der Overlay Planung als zentralem Element im Design Konzept für die russische Kandidatur geht NÜSSLI einen Schritt weiter in Richtung nachhaltige Stadionplanung.

Visualisierung: Digital Mirage; Architekt: MNIIP "MOSPROEKT4"

Visualisierung: Digital Mirage; Architekt: MNIIP "MOSPROEKT4"