Wir feiern 75 Jahre

Wir feiern 75 Jahre

Im Jubiläumsjahr 2016 blicken wir nicht nur auf unsere reiche Erfahrung, auf mutige Entscheidungen und wertvolle Erkenntnisse zurück, die dank allen derzeitigen und früheren Vorausdenkern, Umsetzerinnen, Planern, Visionärinnen, Entwicklern, Entscheiderinnen und Entscheidern möglich waren. Wir bauen gleichzeitig unser Know-how stetig weiter aus und entwickeln unsere Systeme weiter.

Innovative Ideen zahlen sich aus

1941 als Zimmerei von Heini Nüssli gegründet, kommt dem Unternehmen die Hochkonjunktur im Bausektor während der Nachkriegsjahre zugute. NÜSSLI ist gut ausgelastet mit Aufträgen für die landwirtschaftlichen Gebäude in der Region um Hüttwilen und wächst schnell. Trotzdem sucht Heini Nüssli weitere Herausforderungen und neue Produkte. Er erfindet Anfang der Sechzigerjahre die revolutionäre Keilkupplung für den Rohrgerüstbau. Im Unterschied zu bisherigen Kupplungen lassen sich die NÜSSLI Keilkupplungen schneller und einfach mit einem Hammer montieren.

Daneben entwickelt Heini Nüssli die Rahmengerüste stetig weiter. Bereits Mitte der Sechzigerjahre unterhält er einen erfolgreichen Handel mit den Rahmengerüsten und beliefert Baugeschäfte in der ganzen Schweiz.

Die revolutionären NÜSSLI Keilkupplungen lassen sich schneller, einfacher und ohne Schlüssel montieren.

Das erste Gerüstbauprojekt: Kirchturm in Stammheim, ZH, Schweiz

Erstmals am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest mit dabei

Vom Handel mit Gerüstelementen und dem Montieren von Gerüstbauten ist es kein weiter Weg zum temporären Tribünenbau. 1961 baut NÜSSLI erstmals die Tribünenanlage – noch aus Rohrgerüsten mit Holzbelägen – für das eidgenössische Schwingfest in Zug. Was gleichzeitig den Beginn einer ununterbrochenen Projektserie bis heute bedeutet.

1961 baut NÜSSLI erstmals die Tribünenanlage – noch aus Rohrgerüsten mit Holzbelägen – für das eidgenössische Schwingfest in Zug.

Mut zu neuen Projekten und zu Wachstum

Kreativität, Wagemut und innovative Ideen zeichnen die treibenden Kräfte des jungen, wachsenden Unternehmens aus. 1972 erhält NÜSSLI gar einen Auftrag für acht Wettkampfplätze mit insgesamt 30 000 olympiagelben Zuschauerplätzen für die Olympischen Sommerspiele in München. Das Material für den Grossauftrag muss erst noch produziert werden. Ein neues, verbessertes System – die NÜSSLI Tribüne – wird entwickelt und stellt sich nach dem Anlass als gewinnbringende Investition für viele weitere Aufträge heraus.

Eine neue Dimension von Anlässen

Neben den eidgenössischen Schwingfesten einer der ganz grossen Anlässe in der Schweiz und 1977 erstmals ein NÜSSLI Projekt: Fête des Vignerons in Vevey.

Für das traditionelle Winzerfest, das im westschweizerischen Vevey und nur einmal pro Generation stattfindet, baut NÜSSLI 1977 eine rund angeordnete Zuschauerarena mit 16 000 Sitzplätzen.

Erste Erfahrungen im Bühnenbau

Der Bau einer Bühne im Jahr 1985 für die Oper Aida im Hallenstadion Zürich bedeutet den nächsten Entwicklungsschritt und öffnet ein neues Einsatzgebiet für die Systemelemente. Vorerst sind es Opernbühnen im Hallenstadion Zürich, dann eine Welttournee mit «Carmen» – schliesslich eine mächtige Rockbühne: Pink Floyd führt im Jahr 1990 «The Wall» auf dem Todesstreifen in Berlin auf. NÜSSLI baut dafür eine 300 Meter breite Bühne. Und wird mit dieser Leistung international bekannt. Nach den darauffolgenden Rockbühnen für Konzerttourneen – Tina Turner, Bon Jovi, Peter Maffay, Wolfgang Petri, Herbert Grönemeyer und weitere – verlegt sich NÜSSLI mehr und mehr auf den Bau von Openair-Bühnen für Musikfestivals.

Mit dem Bau der 300 Meter breiten Rockbühne für «The Wall» von Pink Floyd im Jahre 1990 wird NÜSSLI international bekannt.

Von Sonderkonstruktionen zu Messebau

Neben Tribünen- und Bühnenprojekten jeder Art und Grösse sammelt NÜSSLI vermehrt Erfahrung mit «Sonderkonstruktionen». Bauten also, die nicht aus Systemelementen bestehen, sondern individuell gebaut werden. Sind dies zuerst vor allem Kulissen, gehören bald auch Pavillons und Messebauten zu den Aufträgen. Die ersten kleineren Messebauprojekte am Autosalon Genf im Jahre 1996 und ein Jahr später an der IAA in Frankfurt entsprechen den Qualitätsvorstellungen der Kunden zwar noch nicht auf Anhieb. Mit der für NÜSSLI typischen Leistungsbereitschaft überzeugen die Teams dennoch und gewinnen mit jedem Projekt viel Know-how dazu. Passend zum damaligen Unternehmensclaim An Herausforderungen wachsen startet NÜSSLI bereits 2003 mit der Halle für BMW auf der IAA in Frankfurt und ein Jahr später mit dem Standbau in Halle 6 der Baselworld richtig durch.

Erste Sonderkonstruktionen installiert NÜSSLI als Kulissenbauten für die Bregenzer Festspiele.

Nicht nur die Grösse, sondern auch die hochwertige Verarbeitung mit Membrankissenfassade, Glanzglastüren und Aussenaufzug des BMW Messeauftritts an der IAA fordert die NÜSSLI Messebaucrew.

Als riskant, aber auch besonders lehrreich stellen sich die Pavillon-Projekte an der Weltausstellung in Hannover im Jahr 2000 heraus. Doch bereits zwei Jahre später beweist NÜSSLI an der Expo.02 in der Schweiz ihre umfassende Kompetenz als Messe- und Pavillonbauer.

Die sogenannte «Cyclebowl» an der Weltausstellung 2000 in Hannover war mit 26 Metern Durchmesser und 23 Metern Höhe ein hochkomplexes Gebilde: Die tragende Konstruktion, ein 250 Tonnen schweres Stahlgerippe, wurde mit transparenten Folien verkleidet, die ein Luftstrom im Innern stützte.

40 000 Balken aus Schweizer Douglasien und Lärchen fügten sich zu Holzstapeln und bildeten den «Klangkörper Schweiz» des Schweizer Architekten Peter Zumthor auf der Weltausstellung in Hannover.

Aua Extrema, die Ausstellung der Ostschweizer Kantone an der Expo.02 in Neuchâtel, zeigte Aussergewöhnliches:  Wasserwald, Eisblumenhaus, Wasserpanorama und Wasserbar.

Faszinierend, aber auch unheimlich. Der Besucher wird im Pavillon «Empire of Silence» an der Expo.02-Arteplage in Biel in eine fantastische Welt der Stille entführt.

Keine leichte Aufgabe, den fast 4000 Tonnen schweren Metallwürfel – den Monolith – anlässlich der Expo.02 in der Schweiz 200 Meter vom Ufer entfernt in den Murtensee zu bauen.

Immer grösser, immer komplexer

Organisatorisch ist das Unternehmen Anfang der 2000er-Jahre auf circa 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angewachsen. Die vielen internationalen Projekte haben Niederlassungsgründungen in Deutschland und später in Spanien, den USA, in Italien und in Österreich zur Folge. Neben langjährigen Projektpartnerschaften für Anlässe wie Formel 1 am Norisring und das 500 Miles-Rennen in Indianapolis, das Paléo-Festival, Schwingfeste, Thunerseespiele, und viele, viele mehr, kommen auch vermehrt äusserst komplexe Projekte und auch Planungsaufträge dazu: die Crystal Hall in Baku beispielsweise, der World Cup Final in Schladming, die Audi-Halle auf der IAA in Frankfurt sind nur einige davon.

Crystal Hall in Baku, Aserbaidschan, hat die Grösse einer Fussballarena und ist in modularer Stahlbauweise konzipiert. Sein kristallines Aussehen verdankt der Bau einer Membranfassade mit 45 000 LED-Leuchten.

Bereits drei Jahre vor der Ski-Weltmeisterschaft in Schladming 2013 begann die Planung für eine Zielarena mit 28 500 Zuschauerplätzen.

Für das legendäre Indy 500 baut NÜSSLI seit mehr als 30 Jahren jährlich 22 000 temporäre Sitzplätze, Zeltböden, Terrassen, Zäune, Medienplattformen und Behindertenpodeste.

Von Beginn an mit dabei, baut NÜSSLI Jahr für Jahr Bühne, Tribüne, Sponsorenplattform sowie Regie mit VIP-Podest für die Thunerseespiele. Im Bild die Aufführung «Titanic das Musical» der Spielzeit 2012.

Mit einer hängenden Stadtlandschaft inszenierte Audi auf einer Gesamtfläche von 3 400 Quadratmetern eine beeindruckende Erlebniswelt zum Thema urbane Mobilität an der IAA 2013 in Frankfurt.

Neun auf einen Streich

2015 steht für NÜSSLI ganz im Zeichen der Expo Milano. Es ist die achte Weltausstellung, an der NÜSSLI in Folge beteiligt ist. Neun Pavillons realisiert das Unternehmen diesmal quasi «vor der Haustüre» und setzt damit so viele Projekte in Mailand um wie kein anderer Dienstleister. Einmal mehr blickt NÜSSLI über den Tellerrand und wird mit dem zusätzlichen Leistungsangebot «Operations» zum Totalunternehmer.

 

 

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